Augenarzt


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Wie sieht die Versorgung von Asylbewerbern mit Brillen und Sehtests aus?

Grundsätzlich beschränkt sich gemäß § 4 Asylbewerberleistungsgesetz auch bei Brillen die Versorgung auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände. Bei Brillen dürfte eine akute Behandlung in der Regel nicht vorliegen. Allerdings kann eine Brille im Einzelfall als eine unerlässliche Leistung zur Sicherung der Gesundheit nach § 6 AsylbLG zu gewähren sein.

Hier gilt jedoch, dass der Asylbewerber nicht besser gestellt werden darf als Hilfeempfänger nach dem SGB II oder SGB XII. Kosten für Brillen und Brillengestelle werden daher nur in dem Umfang übernommen, in dem sie im Rahmen des § 33 SGB V auch von gesetzlichen Krankenkassen gezahlt werden (vgl. GKV Spitzenverband, Festbeträge für Sehhilfen, Inkrafttreten am 01.03.2008).

Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres haben Anspruch auf Versorgung mit einer notwendigen Sehhilfe.

Bei Volljährigen besteht Anspruch auf eine Sehhilfe, wenn sie auf beiden Augen eine schwere Sehbeeinträchtigung mindestens der Stufe 1 aufweisen (das ist der Fall, wenn das Sehvermögen 30 % oder weniger beträgt).

Mit der Verordnung oder dem Kostenvoranschlag kann beim Sozialamt der Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden. Es wird dann im Einzelfall geprüft, welche Kosten übernommen werden können. In der Regel werden 10,00 €/Glas und 20,00 € für die Fassung bewilligt.


Quelle : Lkr Neu-Ulm