Subsidiärer Schutz


Der subsidiäre Schutz greift ein, wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht.

Subsidiär schutzberechtigt sind Menschen, die stichhaltige Gründe dafür vorbringen, dass ihnen in ihrem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht und sie den Schutz ihres Herkunftslands nicht in Anspruch nehmen können oder wegen der Bedrohung nicht in Anspruch nehmen wollen. Ein ernsthafter Schaden
kann sowohl von staatlichen als auch von nichtstaatlichen Akteuren ausgehen.

Als ernsthafter Schaden gilt:

die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe,

Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder

eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Zivilperson infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts.


Rechtliche Grundlagen und Folgen

Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr

bei Verlängerung: jeweils zwei weitere Jahre

Niederlassungserlaubnis nach fünf Jahren (die Asylverfahrensdauer wird eingerechnet) möglich, wenn weitere Voraussetzungen, wie etwa die Sicherung des Lebensunterhalts sowie ausreichende Deutschkenntnisse, erfüllt sind.

unbeschränkter Arbeitsmarktzugang - Erwerbstätigkeit gestattet


siehe auch: §4 Abs.1 AsylG



Weitergehende Informationen


Quelle: BAMF