Was ist die BüMA?

Ein Flüchtling erhält nach der Erkennungsdienstliche Behandlung zunächst und dem Asylgesuch eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BÜMA). Die BÜMA ist kein Aufenthaltstitel. Die BÜMA ist ein vorläufiges Aufenthaltspapier.

Die BÜMA gilt als Identitätsdokument und weist nach, dass sich die Person in Deutschland befindet, um einen Asylantrag zu stellen, aber noch in keinem laufenden Asylverfahren ist. Dem Asylverfahren ist damit quasi ein weiteres Verfahren vorgeschaltet. Der Ankunftsnachweis soll als ein Behörden- und länderübergreifendes Dokument fungieren.

Auf der BüMA sind alle Personen (z.B. Kinder) eingetragen, die Ihnen zugeordnet sind. Meistens, aber nicht immer, enthält die BüMA ein Foto von Ihnen. Bitte führen Sie die BüMA immer mit sich, damit Sie sich jederzeit ausweisen können.

Wichtig: ab der Registrierung und der Ausstellung der BÜMA haben die Betroffenen Anspruch auf Leistungen nach dem AsylbLG. Auch beginnt ab jetzt die dreimonatige Wartefrist für den Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Fristen für das Dublinverfahren beginnen allerdings erst mit der Asylantragstellung.


Ankunftsnachweis (AKN)

"Den Ankunftsnachweis (als Nachfolger der BüMA) erhalten in Deutschland in der Regel alle Asylsuchenden im Anschluss an die Registrierung durch die zuständige BAMF-Außenstelle oder Aufnahmeeinrichtung. Auch minderjährige Kinder und Jugendliche erhalten einen eigenen Ankunftsnachweis und werden zudem auf dem Ausweis der Eltern eingetragen. Dies verhindert eine Trennung der Familie bei der Unterbringung.

Der Ankunftsnachweis ist weder Ausweis noch Ausweisersatz.

Ankunftsnachweis für Asylsuchende - Innenseite:










Quelle: BAMF

 

Für unbegleitete Minderjährige sieht das Sozialgesetz eine Inobhutnahme durch das Jugendamt vor. Im Zusammenhang mit diesem Verfahren erfolgt eine Registrierung durch die Ausländerbehörde ohne Ausstellung eines Ankunftsnachweises." (Quelle: BAMF)

Der Ankunftsnachweis entspricht nach §55 Abs. 1 AsylG einer Aufenthaltsgestattung:
"Einem Ausländer, der um Asyl nachsucht, ist zur Durchführung des Asylverfahrens der Aufenthalt im Bundesgebiet gestattet (Aufenthaltsgestattung)"


Hinweis:  

BüMA oder Ankunftsnachweis sollte vom Asylbewerber stets mitgeführt werden, damit sich die Person jederzeit ausweisen kann.

Der Verlust der BüMA bzw. des Ankunftsnachweises sollte unverzüglich im Sozialamt Bad Bergzabern oder der Kreisverwaltung Südl. Weinstraße Landau / Ausländerbehörde mitgeteilt werden. Ebenso, wenn sich der Ausweis wieder anfindet.

Eine Neuausstellung bzw. eine Kopie muss in der Kreisverwaltung Südl. Weinstraße beantragt werden.

Ehrenamtlichen Helfern, Paten oder Betreuern, wird dieser Weg oftmals vereinfacht, indem eine telefonische Anforderung genügt. Der Ausweis wird dann an das Sozialamt geschickt und kann dort vom Asylbewerber abgeholt werden.

Es ist sehr nützlich, wenn beim Asylbewerber von den Ausweisen eine Kopie vorliegt.