Umverteilung von Asylbewerbern



Ein Anspruch auf Umverteilung besteht gem. § 55 Abs. 1 Asylverfahrensgesetz nicht.

Die Ermessensentscheidung kann sich somit nur noch mit der Prüfung befassen, ob aufgrund Ihres Vortrages ein Härtefall vorliegt.

Ein solcher Härtefall kann nur bei Vorliegen einer der folgenden Voraussetzungen begründet werden:

Sie wollen am anderen Wohnort eine Haushaltsgemeinschaft mit Ihrem Ehegatten und/oder mit Ihrem minderjährigen, ledigen Kind gründen.

Es liegt ein sonstiger humanitärer Grund von vergleichbarem Gewicht vor (z. B. besondere Betreuungs-/Pflegesituation)


Abweichend von diesem Grundsatz kann unter Umständen eine Umverteilung auch dann erfolgen, wenn dem Asylbewerber eine unselbstständige Erwerbstätigkeit ermöglicht werden soll, wenn er andernfalls auf den Bezug von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angewiesen wäre.

Die Verpflichtung in einer staatlichen Gemeinschaftsunterkunft zu wohnen bleibt unberührt.


Die für den künftigen Wohnort zuständige Ausländerbehörde muss dem Antrag zustimmen! Bei Anträgen im Kreisgebiet muss zusätzlich noch die aufnehmende Gemeinde zustimmen!



Achtung: Dies gilt nur so lange beide Personen noch Asylbewerber sind. Danach ist eine Umverteilung nur noch dahingehend vorgesehen, dass der Asylbewerber zur Frau/ Frau mit Kind eine Umverteilung beantragen kann.




Antrag auf Umverteilung zum Download